Wartehaus in Klensby erstrahlt im neuen Glanz. | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Wartehaus in Klensby erstrahlt im neuen Glanz.

In der Gemeinde Schaalby gibt es seit längerer Zeit erhebliche Probleme mit Vandalismus an öffentlichen Einrichtungen. Ein Ziel waren unter anderem die ehemaligen Wartehäuschen an der zum Radweg ausgebauten alten Bahntrasse. Besonders betroffen war dabei das romantisch mit Schleiblick gelegene kleine Gebäude etwas abseits südlich des Ortsteiles Klensby. „Im Rahmen unserer vor einigen Monaten initiierten Ideenschmiede haben wir überlegt, wie wir insbesondere den Graffitis einen ansprechenderenAusdruck verleihen können“, erläutert Bert Hansen, Umweltausschussvorsitzender in Schaalby von der Fraktion Die Grünen. Eine Umfrage bei den umliegenden Schulen hatte nun Erfolg. Der zehnte Jahrgang der fußläufig entfernten A-P-Möller-Schule am Stadtrand von Schleswig zeigte sich begeistert und machte sich im Rahmen eines Schuljahresendprojektes ans Werk. Max Koch als begleitender Lehrer erläuterte, dass man an vier Tagen von Dienstag bis Freitag die bisherigen Graffitis übermalt und anschließend mit einer speziellen Farbe versiegelt habe um mögliche künftige Übermalungen besser beseitigen zu können. So zieren jetzt ein Abbild des historischen Idstedtlöwen, der auf die Umrisse von Schleswig-Holstein blickt, die der Schlei zugewandten Seite und viele weiter bunte Motive die weiteren Innen- und Außenflächen. „Gerade bei dem schönen Wetter zahlreichen vorbeifahrenden Radfahrern hat unser Projekt schon viel Zustimmung und Begeisterung gefunden“, zeigte sich Koch im Namen seiner Schülerinnen und Schülern zufrieden mit der Aktion. Aber auch Schaalbys Bürgermeister Karsten Stühmer, selbst Schulleiter der örtlichen Grundschule, war mehr als zufrieden. „Diese gut funktionierende Aktion mit ihren von Schülern erdachten Motiven zur Völkerverständigung sind ein Zeichen für unsere Region beiderseits der Grenze“, hob Stühmer hervor und ergänzte: „Wir hoffen, das wird die Sprayer im Rahmen ihres Ehrenkodexes jetzt davon abhalten, diese kleinen Kunstwerke zu zerstören.“ Auch Gisela Ohmsen als Sponsorin des Projektes gefiel insbesondere Begeisterung der Schülerinnen und Schüler, die damit etwas für die Gemeinschaft in ihrer Region beitragen wollten.

Foto: Günter Karstens

Lehrer Max Koch (v.r.) freut sich mit seinen Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrganges der APMöller-Schule und Schaalbys Bürgermeister Karsten Stühmer sowie Bert Hansen und Gisela Ohmsen vom Umweltausschuss (hinten v.r.) über das gelungene Projekt